Schulungen zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt für Mitarbeitende und Ehrenamtliche in der Pflege
Hintergrund und Ziele
In Berlin leben rund 450.000 lesbische, schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen (LSBTI*), was ca. 12% der Bevölkerung entspricht. Besonders im Alter bleiben aber viele dieser Menschen im pflegerischen Setting dennoch unsichtbar.
In der Pflege mangelt es häufig an Sensibilisierung und Auseinandersetzung mit sexueller und geschlechtlicher Vielfalt. Dies führt oft zu Missverständnissen, Diskriminierung und Ausgrenzung.
Die Fachstelle LSBTI*, Altern und Pflege sowie die Fachstelle für pflegende Angehörige bieten deshalb kostenlose Schulungen und Workshops an.
Durch diese Fortbildungen erwerben Sie Kenntnisse und Fertigkeiten, um eine diversitätssensible Pflege umzusetzen.
Die sechsstündigen Schulungen richten sich an Fachkräfte, Mitarbeitende und Ehrenamtliche im Pflegekontext sowie an pflegende An- und Zugehörige.
Die dreistündigen Workshops richten sich an Leitungspersonal ambulanter oder stationärer Dienste, Hospize und Krankenhäuser, sowie Multiplikator*innen in der Pflege- und Senior*innenarbeit mit dem Schwerpunkt Organisationsentwicklung einer diversitätssensiblen Pflege.

Schulungen LSBTI*-Sensibilisierung in der Pflege und Senior*innenarbeit
Die Schulungen sollen für die Bedürfnisse von LSBTI*-Menschen in der Pflege und in der Senior*innenarbeit sensibilisieren. Sie richten sich an Fachkräfte und Ehrenamtliche aus dem Pflege- und Entlastungssystem, insbesondere an professionell Pflegende sowie an Fachpersonal ambulanter und stationärer Dienste, wie beispielsweise Pflegeheime, Hospize und Krankenhäuser, und ebenfalls an An- und Zugehörige.
Die sechsstündigen Schulungen vermitteln einen Überblick über die Schwerpunktthemen sexueller und geschlechtlicher Vielfalt. Konkreter geht es um:
- Sprache: Wir definieren Begriffe im Zusammenhang mit LSBTI*
- Diversität: Wir entwickeln ein gemeinsames Verständnis für Diversität und ihre wichtigsten Aspekte
- Diskriminierung und Anti-Diskriminierung: Wir betrachten wie Diskriminierung entsteht, strukturell aufrechterhalten wird und was wir im Pflegekontext dagegen tun können
- Fallbeispiele und Praxistipps für einen inklusiven Umgang mit sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten
Zielgruppen:
Fachkräfte, Mitarbeitende, Ehrenamtliche im Pflegekontext, sowie An- und Zugehörige
Beruflich Pflegende können Fortbildungspunkte im Rahmen der Registrierung beruflich Pflegender® erwerben.
Workshops Diversitätssensibilität in der Pflege
Organisationsentwicklung, Schwerpunkt LSBTI*
Inhalte der Workshops
Die Workshops befassen sich mit Organisationsentwicklung und zeigen auf, wie diese diversitätssensibler ausgerichtet werden kann. In den Workshops werden Aktionsfelder präsentiert, die zur Etablierung einer umfassenden Willkommenskultur für LSBTI* beitragen können. Die Einrichtungen lernen dadurch konkrete Vorbereitungs- und Umsetzungsmaßnahmen kennen, die eine diversitätssensible Umgebung im pflegerischen Alltag fördern. Es werden Impulse für eine diversitätssensible Haltung erarbeitet und eine Auseinandersetzung mit der eigenen Organisationsstruktur ermöglicht.
Zielgruppen: Leitungspersonal ambulanter oder stationärer Dienste, Hospize und Krankenhäuser, sowie Multiplikator*innen in der Pflege und Senior*innenarbeit
Beruflich Pflegende können Fortbildungspunkte im Rahmen der Registrierung beruflich Pflegender® erwerben.
Termine Schulungen
Termine Workshops
Zudem gibt es einen Workshop am 15.10. von 11:00 – 14:00 Uhr. Für diesen Termin sind Anmeldungen derzeit nur per Mail unter fs.pflegende-angehoerige@ejf.de möglich.
Kooperation
Diese Fortbildungen werden in Kooperation der Fachstelle LSBTI*, Altern und Pflege und der Fachstelle für pflegende Angehörige umgesetzt und von der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege sowie von der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung gefördert.

Über die Fachstellen
Diese Fortbildungen werden in Kooperation der Fachstelle LSBTI*, Altern und Pflege und der Fachstelle für pflegende Angehörige umgesetzt und von der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege sowie von der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung gefördert.
Die Fachstelle für pflegende Angehörige leistet einen Beitrag zur bestmöglichen Unterstützung von pflegenden An- und Zugehörigen in der Stadt. Sie zielt auf eine stärkere öffentliche Wahrnehmung und eine bessere Wertschätzung und Anerkennung der Leistungen pflegender An- und Zugehöriger.




