Hintergrund und Ziele

Pflegende An- und Zugehörige leisten mit ihrer Arbeit einen großen Beitrag zu unserem Gemeinwohl – oft selbstverständlich und meist im Hintergrund. Dieser wichtige Beitrag für unsere Gesellschaft wird jedoch viel zu selten gesehen. Dabei ist Wahrnehmung und Anerkennung ein entscheidender Schritt, um die rund 280.000 pflegenden An- und Zugehörigen in Berlin zu erreichen, zu unterstützen und spürbar zu entlasten.
Die „Woche“ macht die Arbeit und die Bedürfnisse pflegender An- und Zugehöriger sichtbar. Sie lädt dazu ein, innezuhalten, auf sich selbst zu achten und neue Kraft zu schöpfen. Gleichzeitig informiert sie über Entlastungsangebote und bietet Raum für Austausch, Begegnung und gegenseitige Unterstützung.
Vor allem aber steht die „Woche“ für eines: Wertschätzung – für das, was pflegende An- und Zugehörige tagtäglich leisten.
Was passiert während der ,Woche‘?
In der ganzen Stadt gibt es verschiedene Veranstaltungen wie zum Beispiel Entspannungsangebote, Workshops, Infoveranstaltungen und kulturelle Angebote. Jede Veranstaltung ist darauf ausgelegt Anerkennung zu zeigen und die gesellschaftliche Wertschätzung pflegender An- und Zugehöriger zu stärken.
Der traditionelle Höhepunkt ist die Ehrengala, bei der pflegende An- und Zugehörige für ihren Einsatz mit dem Berliner Pflegebären ausgezeichnet werden. Wir freuen uns, dass wir prominente Persönlichkeiten aus Kultur und Politik als Laudator:innen sowie als Moderator:innen gewinnen können, um diesen wichtigen Tag zu unterstützen.
Anerkennung und Gesundheitsförderung
In Berlin sind rund 280.000 Menschen in die private Pflege von Angehörigen, Nachbar:innen und Freund:innen eingebunden. Vier von fünf pflegebedürftigen Menschen werden zu Hause versorgt – zwei Drittel davon ganz ohne Unterstützung durch professionelle Pflegedienste, selbst in den höchsten Pflegegraden. Damit bilden pflegende An- und Zugehörige das Fundament der Pflege in Berlin.
Alle zwei Jahre rückt die „Woche der pflegenden Angehörigen“ diese immense Leistung in den Mittelpunkt. Sie schafft Raum für Anerkennung und Wertschätzung und lädt zugleich zu einer kostenfreien Kulturwoche ein, die die Selbstfürsorge stärkt. Information, Austausch und wohltuende Auszeiten vom Pflegealltag stehen dabei ebenso im Fokus wie das sichtbare Dankeschön an all jene, die täglich Verantwortung übernehmen.
Seit wann gibt es die ‚Woche‘?
Die „Woche der pflegenden Angehörigen“ wurde im Jahr 2012 zum ersten Mal gefeiert und findet seitdem alle zwei Jahre statt. Mehrere Tausend Menschen in Pflegeverantwortung haben inzwischen an den Veranstaltungen teilgenommen.
Jede „Woche der pflegenden Angehörigen“ ist ein Unikat. Sie entwickelt sich mit jeder Austragung weiter.
Ziele
Auszeit von der Pflege und Selbstfürsorge
Austausch von Erfahrungen und Ideen
Mehr Wertschätzung und Anerkennung für pflegerische Sorgearbeit
Stärkung der Solidarität mit pflegenden An- und Zugehörigen
Vielfalt zeigen, denn häusliche Pflege ist so bunt und vielseitig wie Berlin!













